... sollte am Ort des Geschehens tagen: Gestern abend war es wieder einmal soweit, dass wir Europaabgeordnete gezwungenermaßen in Straßburg tagen mußten, während in Brüssel der Rat seinen Sondergipfel abhielt. EP-Präsident Schulz mußte mehr als vier Stunden nach Brüssel reisen, um seine Rede vor den Beratungen der Staats- und Regierungschefs zu halten (und nachher wieder zurück, um heute bei den Abstimmungen hier in Straßburg zu sein).
Eine gute Rede übrigens - deren klare Aufforderung für einen Maßnahmenpakt für Wachstum (inkl. Investitionen in Erneuerbare Energien), Beschäftigung, Behebung der Kreditklemme und Steuergerechtigkeit (!) der Rat jedoch nicht nachgekommen ist...
Zögern und Zaudern steht weiterhin auf der Tagesordnung, und die nötige politische Union ist in weiter Ferne. Wieder einmal zu konstatieren: Wenn es nach dem EP ginge, wären wir schon weiter, auch die Griechinnen und Griechen könnten wieder Hoffnung schöpfen. Aber nein: Merkel beharrt darauf, dass ihr Spardiktat für alle gut ist - und will nicht wahrhaben, dass sie damit den Zusammenhalt der EU entscheidend gefährdet.

