Lesbische Migrantinnen und schwule Migrangten: gibt's die überhaupt? Die Blockaden im Kopf abarbeiten, das wollten Ewa D. (li.), Yavuz K. (Mitte) und Muhamed M. (re.), als sie vor drei Jahren MiGay gründeten. Sie geben die vielsprachige Zeitschrift QueerMi heraus und haben es mittlerweile geschafft, vielen anderen Lesben, Schwulen, Bisexuelle und TransGender aus den Migranten-Communities Mut zu machen, ihr Gesicht zu zeigen und offener mit der Tatsache umzugehen, dass sie sich - meist gegen die Traditionen und Normen ihrer Herkunftsfamilien und -communities - in Menschen des gleichen Geschlechts verlieben.
Eine MiGayHotline verspricht Hilfe in 68 Sprachen, eine Notwohnung wollen sie ab dem Sommer anbieten können, und bei der Regenbogenparade sind sie selbstverständlich auch dabei. Im Village werden sie den Film Fucking Different Tel Aviv zeigen und im Herbst soll es das erste Mal in Wien ein Queeres Migrantisches Filmfestival geben.
Langweilig wird ihnen sicherlich nicht, und aus der LGBT Community (von der Teile einen 'ausländerfreundlichen' Umgang ernst lernen müssen, wie im QueerMi zu lesen ist) sind sie nicht mehr wegzudenken. Den neuen Obleuten Lia B. und Yavuz K. so wie dem ganzen Team herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und viel Kraft und gute Nerven, aber auch Spaß für die nächsten mindestens 3 Jahre!

