Junge Leute, die bis 30 bei den Eltern leben, und die sich von einem Praktikum zum nächsten durchschlagen, von einer prekären Beschäftigung zur nächsten. Der dänische Jugendgewerkschafter Mattias Tesfaye (2.v.l.) berichtete, dass die Gruppe vor allem junger "Working poor" im Dienstleistungssektor in Dänemark das 1. Mal seit dem 2. Weltkrieg im Ansteigen sei. Auch die psychologischen Probleme aus dem Widerspruch zwischen hohen Anforderungen an Arbeitskräfte (Ausbildung und Erfahrung) aber wenig halbwegs dauerhafte und die Lebenskosten abdeckende Arbeitsplätze nehmen zu. Und: Es müsse klar sein, dass auch Handwerks- und ArbeiterInnenberufe eine Zukunft haben, mit Chancen für lebenslange Fort- und Weiterbildung.
Emilie Turunen, jüngste Europa-Abgeordnete aus Dänemark und Berichterstatterin für den Jugend-Bericht des EP, stellte ihre Unzufriedenheit mit dem aktuellen Vertragszustand in den Mittelpunkt: "Wir können nicht einfach an die Subsidiaritätswand anrennen und akzeptieren, dass Massnahmen gegen Marginalisierung und soziale Exklusion lediglich auf Ebene der EU-Mitgliedstaaten angesiedelt sind, während Binnenmarkt und Stabilitätspakt EU-weit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen festlegen." Und: "Europa kann nicht existieren ohne koordinierte Sozial- und Wirtschaftspolitik - und ohne diese kann auch die Wirtschafts- und Währungsunion nicht nachhaltig sein," wie Luca Scarpiello (1.v.l.) vom European Youth Forum betonte. Einige Vorschläge um aus der Bedrohung für die 'generation on the edge' rauszukommen: z.B. eine breite Jugendbewegung europaweit aufzubauen, überall Jugendparlamente einzurichten, die Jugendorganisationen einzubeziehen in die Erarbeitung der 2020-Strategie - dies ist konkreter Auftrag an die Kommission!, und natürlich den 'Sicherheits'-Teil des Flexicurity-Konzeptes auszuweiten, denn "die Flexibilität, die ist schon da!"


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