Das war vergangenen Donnerstag schon eine besondere Leistung der Europäischen Volkspartei: Sie stellte bei einer Resolution zu Energiefragen einen Abänderungsantrag, mit dem Atomenergie zu einer nachhaltigen Energiequelle erklärt werden sollte. Beim ersten Mal konnte eine Mehrheit im Europaparlament dies verhindern, der zweite Antrag fand dann leider doch eine Mehrheit unter den Abgeordneten vor allem der rechten, aber auch einiger der Liberalen und Sozialdemokratie.
Die österreichischen Abgeordneten aller Parteien hielten dagegen, doch das nützte nichts. Stellt sich nur die Frage warum es der ÖVP seit Jahren nicht gelingt, ihre Schwesterparteien zu überzeugen. Schüssels Wechsel in den Aufsichtsrat des Atomkonzerns RWE läßt vermuten, dass hier viel innenpolitische Schaumschlägerei am Werk ist während man sich europapolitisch seit Jahren damit abfindet (oder sogar nichts dagegen hat...) dass die meisten anderen fröhlich drauf los die Atomenergie zu einer 'sauberen' (weil CO2-emissionsfreien) erneuerbaren und nachhaltigen Energiequelle machen wollen - um ihre eigenen Atomindustrien damit zu fördern.
Gerade in der Atomkraft sollte allen zumindest seit Tschernobyl klar sein, dass von 'sauber' keine Rede sein kann. Und das einzig Nachhaltige an AkWs sind die langfristigen Schäden nach einem Unfall sowie die hohen Kosten für Menschen, Gesellschaft und Umwelt.


Kommentare