Nach Inkrafttreten des Lissabon Vertrages am 1.12.2009 waren viele NGOs enttäuscht - z.B. jene in mehreren EU-Ländern, die eine Anti-GVO-Initiative anpeilen - dass sie nicht sofort damit beginnen konnten.
Bei der heutigen Debatte im Europaparlament blieben Kommission und Rat leider Details noch schuldig. Was wir schon wissen: Sie wollen 1 Mio. Unterschriften aus 9 Ländern - das halten wir Grüne für zu hoch: 5 bzw. ein Fünftel der Mitgliedstaaten müssen genügen! Die Prüfung der Zulässigkeit nach formellen, rechtlichen und inhaltlichen Kriterien (also z.B. Übereinstimmung mit Grundrechtecharta) sollte auch gleich zu Beginn stattfinden - und nicht, wie die Kommission will, erst zu späterem Zeitpunkt. Wichtig wäre auch, dass die Kommission den Initiativen Unterstützung etwa für Übersetzungen zur Verfügung stellt.
All diese und einige andere Punkte haben ich und andere Grüne heute ins Zentrum der Debatte gestellt. Ob die Kommission unsere Vorschläge aufnimmt und sie nächste Woche nach weiteren Verhandlungen mit dem Rat letztendlich vorstellen wird, das hat sie uns heute noch nicht verraten.


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