Die Freude war groß, der Applaus in Richtung der niederländischen liberalen Berichterstatterin Jeanine Hennis-Plasschaert nicht enden wollend: kurz vor 12.30 stand das Ergebnis der Abstimmung dann fest - und es war deutlicher als sich die meisten von uns erwartet hatten: mit 378:196 wurde der negative Bericht des Innenausschusses angenommen (deshalb das Plus bei den 378 Stimmen). In den Reihen der Europäischen Volkspartei (EPP) waren zahlreiche Sitze leergeblieben - einige Abgeordnete wollten wohl der Linie ihres Fraktionsvorsitzenden Daul nicht folgen. Erfreulich dass CDU/CSU sowie ÖVP-Abgeordnete ihr Versprechen gehalten haben, mit uns gegen SWIFT zu stimmen, wenn der Verschiebungsantrag der EPP nicht durchgeht.
Rat und Kommission, aber auch die US-Regierung, die noch ordentlich Druck auf die Fraktionsvorsitzenden machte, haben also erstmals gemerkt, was die neue Macht des Europaparlamentes bedeutet. Und Jeanine Hennis-Plasschaerts Schlusssatz bei ihrer Rede knapp vor der Abstimmung hat wohl noch die letzten zweifelnden Abgeordneten überzeugt: "Sollte die US-Regierung dem Kongress ein derartiges Gesetz vorlegen: keine Frage, was die Abgeordneten damit tun würden!!!"


ja, politik wird in Brüssel gemacht. Daran soltlen wir uns gewöhnen. Und auch die USA sind mittlerweile nicht mehr das politische Machtmonopol der letzten Jahrzehnte. Es zeichnet sich ein "Welt- Triumvirat" der großen Weltmächte China, USA und Europa.
Kommentiert von: Flüge | 12. Februar 10 um 16:03 Uhr