Hahn hat die ersten zwei Stunden seines Hearings gerade absolviert; sehr vage ist er geblieben, und konfliktscheu. Deutlich war zu merken, dass er zwar bemüht ist das Wissen das er sich angeeignet hat, an die Abgeordneten zu bringen, aber hin und wieder versteigt er sich doch zu - in Anbetracht seines Scheiterns als Wissenschaftsminister - mehr als seltsamen Aussagen, dass eben z.B. die Universitäten Nukleus der Forschungsaktivitäten sind. Genau daran ist er ja als österreichischer Minister gescheitert und hat die Studierenden und Forschenden im Regen stehen lassen!
Auf die Frage meiner Kollegin Elisabeth Schroedter, ob er vor hat sich wie bei den Studierenden-Protesten einfach wegzuducken, wenn es in einem Mitgliedsland Korruptionsvorwürfe bei der Verwendung von EU-Geldern gibt, meinte er zwar, er werde sich sicher nicht wegducken - aber vor der Beantwortung der Frage nach den heute in den Medien zitierten Vorwürfen von zwei Ex-Mitarbeitern von Novomatic, es habe zu Hahns Vorstandszeit Geldwäsche und Steuerhinterziehung gegeben, hat er sich weggeduckt: Er wies lediglich darauf hin, dass er nie bei einer Schwarzgeldübergabe dabei war. Das sind aber Vorwürfe aus dem November 2009 und nicht die von heute...
Meine KollegInnen der Grünen werden in der Vorstandssitzung des Ausschusses heute abend auf jeden Fall die Forderung erheben, dass Hahn bevor es das Votum im Plenum des EP gibt, die Vorwürfe eindeutig klären muss. Wie schon gesagt: ein Regionalkommissar muss über jeden Zweifel erhaben sein!


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