Er hätte sich mehr Kompetenzen für die europäische Finanzmarktaufsicht gewünscht, sagt der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, heute in einem Interview in der belgischen Zeitung "L'Echo". Und er macht klar, dass er darauf hofft, dass es über die Arbeit des Europäischen Parlamentes noch zu Verbesserungen kommen wird.
Was er auch unmissverständlich zum Ausdruck bringt, ist, dass es den SteuerzahlerInnen ein zweites Mal sicherlich nicht zumutbar sein wird, ihnen das Risiko für die Rettung des (Banken)Systems - das sie ja nicht verursacht hatten - aufzuhalsen. Bin neugierig wie die entsprechende Entscheidung morgen zur Hypo Alpe Adria lauten wird. Da ist noch viel offensichtlicher als in anderen Fällen, dass "das System" es sich einfach gerichtet hat - aber nicht das regellose international globalisierte System, sondern das hausgemachte "System Haider". Trichets Aufforderung an die Finanzinstitutionen, "extrem vernünftig" zu sein wenn es um die Manager-Entlohnung und die Boni-Auszahlungen geht, wird bei der morgen anstehenden Entscheidung zur Kärntner-bayrischen Bank nicht die einzige Bedingung sein können...


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