Seit vielen Jahren kämpfen Lesben, Schwule und Transgender für die völlige rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung. Vor 20 Jahren führte Dänemark als erstes Land der Welt die Eingetragene Partner_innenschaft ein. Mittlerweile öffnen immer mehr europäische Länder die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Das Konzept des 21. Jahrhunderts muss daher lauten: Völlige Gleichstellung ohne Kompromisse! Wir sind mitten in der Gesellschaft und lassen uns nicht (länger) ins Besenkammerl verbannen!
Der nun in Österreich diskutierte Gesetzesentwurf ist kein Gesetz für Lesben, Schwule und Transgender. Viel mehr ist es ein Gesetz für die heterosexuelle, andere Lebensformen ausgrenzende, Norm der Gesellschaft. Dieses Gesetz ist kein Fortschritt, sondern beinhaltet massive Rückschritte. Es bestehen allein im Justizteil 34 Abweichungen vom Eherecht, zudem wird ein absolutes Verbot der Stiefkindadoption sowie der medizinisch unterstützten Fortpflanzung festgeschrieben. Welche Anpassungen in weiteren Gesetzen folgen werden, ist noch immer nicht bekannt. Feiern dürfen Lesben und Schwule ihre Partner_innenschaften nicht und werden vom Standesamt verbannt.
Uns reicht’s!
Du musst nicht heiraten wollen um für gleiche Rechte zu sein!
Wir fordern am 13. November die rechtliche Gleichstellung ein und rufen zur Kundgebung „Erstklassige Rechte statt ein letztklassiges Gesetz – vollständige Gleichstellung jetzt“, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Wir fordern gleiche Rechte und keine diskriminierenden Sondergesetze. Wir fordern die Bundesregierung auf, zu akzeptieren, dass wir keine Menschen zweiter Klasse sind. Wir fordern Gleichbehandlung und wollen, dass jede Liebe sich selbst feiern kann und jede Liebe die gleichen Rechte und Pflichten in Anspruch nehmen darf.
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Datum: Freitag, 13. November 2009
Ort und Zeit: Treffpunkt vor dem Parlament um 15 Uhr
Kundgebungsroute:
Demozug über den Ring und Heldenplatz zum Bundeskanzleramt
Abschlussveranstaltung: vor dem Bundeskanzleramt
Das erwartet euch am 13.11. ab 15 Uhr bei der Kundgebung
Parlament
- Treffpunkt: um 15 Uhr vor der Parlamentsrampe
- Abmarsch zum Bundeskanzleramt/Ballhausplatz
- Demoroute Parlament – Ring – Heldenplatz – Ballhausplatz
Programm Ballhausplatz
- Moderator_in: Birgit Meinhard-Schiebel
- DJ-Line beim Eintreffen des Demozuges
- Begrüßung der Teilnehmer_innen durch Moderator_in
- Zillertaler Hochzeitsmarsch mit Reiswerfen
- Initiativnehmer_innen auf der Bühne – Kurzstatements
- Musikbeitrag: Mario Mrazek, Celia Mara
- rote Rosen werden vor das Bundeskanzleramt gelegt
- Reden von Ulrike Lunacek, Marco Schreuder und Helmut Graupner
- Musikbeitrag von Celia Mara
- Unterstützer_innen auf der Bühne
- Alle singen gemeinsam Lilly Allen – F*ck You (abschließend zerplatzen der Luftballons)
- DJ-Line
Für heiße Getränke (Punsch) wird gesorgt. Vielen Dank an “Tommi Hirsch Catering“.
(Änderungen vorbehalten)
Es wird auch noch Buttons, rosa und violette Luftballons geben.
Die Teilnehmer_innen bitten wir folgendes (nach Möglichkeit) zur Demonstration mitzubringen:
- 1 rote Rose
- Reis
- Transparente, Regenbogenfahnen,…
Den Abschluss der Kundgebung wird ein musikalisches Highlight der Sonderklasse sein! Alle zusammen singen wir – gewidmet allen Homophoben dieser Welt – gemeinsam von Lilly Allen “Fuck You“!


Nun werte Frau Lunacek,
sie schreiben von Gleichstellung, Gleichbehandlung ,gleichem Rechten für alle, bejubeln ein Urteil welches nach ihrer Darstellung eine "eine bisher ungeheure Diskriminierung" bendete, und leisten damit einer noch ungeheurlicheren Diskriminierung Vorschub in dem sie kein Wort der Kritik über die Art und Weise der Argumentation des Klägers verlieren.
Haben sie sich die Abhandlungen des Klägers einmal angesehen? Seine wirklich ungeheuerliche Diskriminierung derjenigen für die die genitalangeleichenden Operationen lebenswichtig sind und den Ärzte die de Betroffenen so erst ein lebenswertes Leben ermöglichen.
Haben sie, oder ihr Büro völlig übersehen das der Kläger diese Operationen als Verstümmelung" bezeichnet? Und leider ist dies kein Einzelfall, denn auch andere Kläger mit ähnlichem Annleigen argumentieren auf diese Weise.
Daher hätte nicht nur ich eine Klarstellung und Distanzierung von dieser Vorgehensweise erwartet.
Eine Anfrage wie ihre Partei dies sieht blieb bisher ebenfalls unbeantwortet, so das der Schluß naheliegt, das sie und die Grünen in Österreich diese Argumentation gut heißen, was ich sehr traurig finde.
Denn wenn von ihnen Diskriminierung und Diffamierung um einen Missstand zu beenden widerspruchslos toleriert werden zeugt dies nicht von einer menschlichen Politik. Der Zweck sollte für einen verantwortungsbewußt und menschlich handelnden Politiker nicht die Mittel heiligen.
Gruß RL
Kommentiert von: rebecca | 04. Februar 10 um 16:58 Uhr