Mehr als eine Woche ist es her, dass am 3. September Rebiya Kadeer, von der chinesischen Führung geächtete Aktivistin und Politikerin aus Urumchi, das Europaparlament besuchte. Eine beeindruckende Frau, die trotz ihrer sechsjährigen Haft in China und ihres jetzigen Lebens im US-amerikanischen Exil ihre Zuversicht und ihren Humor nicht verloren hat! Sie erzählte mir von den Tausenden seit dem 5. Juli verhafteten UigurInnen, und von den Hunderten, die in Spitälern gestorben und Gefängnissen gefoltert und ermordet wurden. Jetzt wolle Beijing 130.000 Soldaten in der mehrheitlich von MuslimInnen bewohnten Uiguren-Region stationieren und die einheimische Bevölkerung, die vor allem einen wirklichen Autonomie-Status will, weiter unterdrücken. Die Uiguren-Region rund um die Hauptstadt Urumchi wurde - ähnlich wie Tibet ein Jahr zuvor - 1949 China einverleibt. Kadeers Kampf um Autonomie und Respekt für die UigurInnen wird von uns Grünen im Europaparlament unterstützt. Wir werden uns auch für ein unabhängiges Untersuchungsteam der blutigen Ereignisse vom und nach dem 5. Juli dieses Jahres einsetzen.


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