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01. Februar 09

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Angebot an enttäuschte Grün-WählerInnen:

Kommentare

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sgm

Lesen Sie den Blog von Herrn Chorherr und Sie werden hoffentlich verstehen, was dem wirklichen GRÜN Wähler ärgert. z.B. der EBV ist weder basisdemokratisch noch demokratisch, sondern NUR funktionärsdemokratisch!!!
Am Ende entscheidet der Wähler, ob die Grünen überhaupt noch im EU Parlament vertreten werden sein.

sgm

Noch was: Bei Chorherr wird KEINE Meinung zensuriert. Das macht auch den Unterschied zwischen einem Qualitäts- oder Schundblogg aus.
Zumindest sehe ich meine vorher getätigte Kritik gar noch nicht hier. Muss diese erst bewilligt werden?

Hanna Wirz

Ich verstehe die Aufregung nicht: Herr Voggenhuber wurde nicht gewählt, und zwar von einem Gremium, das mehrere hundert Leute umfaßt (alles "Funktionäre"?). Weiters hat man in einem anderen Gremium (30 Leute) dankend auf seine "Solidartiät verzichtet.

Verständlicherweise, denn wäre es seine Absicht gewesen, "solidarisch" zu sein, dann hätte er seine "Solidarität" nicht öffentlich ankündigen müssen. Das war nicht Solidarität, sondern ganz offenkundig Erpressungsversuch Nummer 2.

Ich wünsche Frau Lunacek viel Glück.

Franz Thun

Die Gruenen haben Angst vor Vorzugstimmen...man sollte ihnen diese Angst nehmen.

Gratuliere zum Projekt 5 %

khrom

angst vor dem waehlerwillen (in form eines vorzugsstimmenwahlkampfes) zu haben ist einfach sehr uncool, und hat meiner meinung nach zwei kandidatinnen die das sicher nicht verdient haben, schwer beschaedigt.

fr. lunacek, ich haette sie gewaehlt -- kann das aber jetzt nicht mehr.

what a mess.

bockerer

Danke für das Angebot. Das wäre VOR der Wahl und nicht NACH der Entscheidung das richtige Mittel gewesen. Jetzt ist es halt keine Diskussion mehr sondern "Überzeugungsarbeit" Danke nochmals, aber ...

Roman

Liebe Frau Lunacek, seitdem ich wählen darf, habe ich euch gewählt. Aus echter Überzeugung. Aber ihr seits meiner Ansicht nach ein wenig aus der Balance geraten und habt euch von euren Kernthemen leider immer weiter enfernt. Kampf für Gleichstellung ist ja ok, aber man hört doch nur mehr eure Chefin über Frauen-Lesben-Schwulen-uswusf Gleichberechtigung schwaffeln. Man kan es einfach nicht mehr hören. Der Naschmarkt ist wirklich nett und ich geh´ gerne dorthin essen, aber wenn ich mir eure Wahlklientel falterlesen unter einem Heizpilz - bei -2°C - anschau´ wird mir nur mehr übel. Man kann es einfach nicht mehr sehen. Dabei hättet ihr es doch so leicht gehabt - in letzter Zeit. Schwache Performance von euch allen. Wahl unmöglich gemacht. Politisch heimatlos geworden. Schade drum. Gruß, Roman

Löckinger

Voraussage:
Mit dieser feigen Entscheidung werden die österr.Grünen in Zukunft nicht mehr im EU-Parlament vertreten sein!
Überzeugter Ex-Wahler, Grüner Ex-Wahl-Beisitzer, ...

Norrin Radd (Oh du mein Österreich)

Ich denke, dass ein Großteil der Diskussion von der Grünen Parteiführung selbst verursacht wurde und wird. Da wird einmal behauptet, es war eine persönliche Entscheidung und der EU-Kurs der Grünen ändert sich nicht, dann heißt es plötzlich, es ist eine politische Entscheidung und hat mit der Person nichts zu tun. Da heißt es, Voggenhuber hätte am zweiten Platz kandidieren können und nun ist der 16. nicht in Ordnung, weil er ja das Ergebnis durch Vorzugsstimmen umdrehen könnte (was, wenn es so gekommen wäre, zu akzeptieren ist -- wir sind ja schon noch in einer Demokratie und so laufen momentan die Europawahlen nun mal ab).

Dass Voggenhuber wahrscheinlich nicht der einfachste Kollege ist, glaube ich wohl. Solche Befindlichkeiten interessiert die Wählerschaft aber in anderem Ausmaß als die Parteiführung.

Im übrigen glaube ich, dass die öffentliche Diskussion nicht allein durch die Listenerstellung verursacht wurde. Gerade vorhin habe ich die Aussage "Grüne Männer und andere Männer sind ja so empfindsam und verletzlich!" von Madeleine Petrovic gelesen. Das reiht sich ein in Aussagen wie "Er ist ja auch ein Mann" von Michaela Sburny oder dass Umweltschutz als Randthema abzutun typisch männlich sei (Glawischnig). Ich habe den Eindruck, dass auch das für einen Teil des Ärgers (zumindest unter der männlichen potentiellen Wählerschaft) verantwortlich ist. Sehen Sie, ich bin ein Mann. Wenn Spitzenpolitiker der Grünen mein Geschlecht in den Medien regelmäßig mit negativen Konnotationen verwenden, spricht mich das auch nicht gerade an -- gerade, wenn es von den Grünen kommt, die schnell empört sind, wenn andere Politiker mit Aussagen wie "typisch Frau" oder "typisch Ausländer" kommen.

Ich werde die Grünen bei der nächsten Europawahl wohl aus diversen Gründen nicht wählen. Das wäre mit Johannes Voggenhuber wohl nicht anders gewesen. Aber dennoch sind die Grünen für mich bei Wahlen jedes Mal eine ernstzunehmende Überlegung, weshalb es mich natürlich interessiert, was zur Zeit in der Partei geschieht. Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute für Ihren Wahlkampf -- hoffentlich müssen Sie nicht für einen Konflikt büßen, für den Sie wenig bis gar nichts können.

Gast

Sehr geehrte Frau Mag. Lunacek,

Mölzer hat in einem Gastkommentar in der Wiener Zeitung behauptet, dass Ihre Lebensgefährtin in Brüssel wohnt. Ich bin bin zwar der Meinung, dass das Privatleben von Politikern durchaus privat bleiben soll. Allerdings hat der Wähler ein Recht darauf auf mögliche Conflicts of Interest aufmerksam gemacht zu werden. Gerade im Lichte der Ereignisse der letzten Tage bei den Grünen wäre eine Aufklärung dieser Frage von grossem Interesse. Könnten Sie bitte zu dieser Frage Stellung nehmen?

MfG

Bobo

Die Grünen haben wieder einmal versagt breitere Wählerschichten zu bekommen.
die partei hat durch diese entscheidung mit sicherheit viele bürgerliche wähler wie ich einer bin verloren. bin mit sehr vielen grünen realo ideen einverstanden, doch fühlte ich mich von der ideenlosigkeit der letzten jahre schon sehr verkrämt. habe sie eigentlich nur mehr auf grund von mangelnden alternativen gewählt und nicht mehr aus überzeugung. der frust um die sache mit voggenhuber ist wahrscheinlich auch nur deshalb so groß geworden, da er einer der wenigen in der partei ist der diese ideenlosigkeit anprangerte. die grünen brauchen mehr kritische politiker wie ihn.
mit den diskussionen um voggenhuber hat die partei jetzt sicherlich einen Denkanstoss bekommen der genützt werden sollte.
meine forderungen um in zukunft bessere politik zu machen:
- endlich antoworten zum thema ausländerpolitik
- konkrete vorschläge bez. grüner wirtschaftspolitik
- echtes einsetzen für grüne Umwelthemen (dazu bekennen ist mir für eine partei mit der geschichte zu wenig)
- gleichstellung von Homosexuellen ist wichtig, sollte aber nicht dauernd als eines der wenigen themen im wahlkampf und jetzt in den medien genannt werden
- für eine partei die 15 prozent haben will ist diese fixierung und der transport von wenigen themen wie dieses zu wenig
Je mehr Stimmen die Partei bekommt, desto leichter lassen sich solche Anliegen auch durchsetzen.
- grüne wähler wollen inhalt und keine nett lächelnde menschen auf plakaten
- besseres Auftreten in den Medien
- Nicht immer nur im alternativen lager auf stimmen fang gehen, leute wie ich sind damit nicht anzusprechen, beides ist wichtig (voggenhuber ist so jemand der bürgerliche wähler erreichen kann)
- Klare Europapolitik- was hat man von frau lunacek bis jetzt gehört außer von ihrem besuch beim Regenbogenball???

Wo ist der Inhalt?
Möchte überzeugt werden von guten argumenten, jetzt hat die Partei zeit ihre werte zu transportieren. hoffe von der neuen parteiführung angesprochen zu werden um die partei schlussendlich wählen zu können.
Bälle interessieren mich nicht.
PS: Frau lunacek sollte ihren blogg nicht zensieren und könnte mal stellung zur jetzigen diskusiion nehmen.

also viel erfolg beim wähler zurückholen

princeps legibus solutus

Sie und die grüne Führung haben offensichtlich nicht ansatzweise eine Ahnung davon, wie die Stimmung unter grünen Wählern ist. Was man derzeit in tausendfacher Ausführung in den diversen Foren liest, deckt sich mit der Meinung einiger Dutzend Bekannten, die potentielle Grünwähler sind. Nicht Sie vs. Voggenhuber war für die Meisten die relevante Frage, sondern die Menschen sind absolut unzufrieden damit, wohin sich die Grünen inhaltlich und personell entwickeln. Ein Antreten Voggenhubers hätte die Möglichkeit geboten, mit einer grünen Stimme gegen die grüne Führung und die eingeschlagene Richtung zu protestieren. Dies hätten wohl auch viele genutzt, die nicht unbedingt Voggenhuber-Fans sind - so einen Triumpf wollte man ihm anscheinend nicht gönnen. Für Sie persönlich wird das nicht unbedingt ein Vorteil sein, sie haben in ein paar Monaten die größte Niederlage seit mehr als 10 Jahren zu verantworten, obwohl sie persönlich wohl nicht einmal viel dafür können. Für mich kann ich jedenfalls ankündigen, dass diesesmal meine Stimme wo anders hingeht; ich gehe davon aus, dass auch die vielen anderen Kritiker ihre Ankündigung wahrmachen; bei dermaßen offensichtlichen Divergenzen zwischen Funktionären und Wählern ist es jedenfalls einfacher, die ersteren auszuwechseln, und das geht bekanntermaßen am Schnellsten mit einer saftigen Wahlniederlage

martin schmidt

S.g. Frau Lunacek,

seit ich wählen kann, wähle ich die Grünen - sie haben das Kunststück geschafft, die Grünen ab sofort für mich unwählbar zu machen.
Die Art und Weise, und vor allem die Argumente, mit der die grüne Parteispitze ihre Entscheidung verteidigt, beweist gerade zu die absurde Abgehobenheit, welche ihr vorgeworfen wird: Ich unterstelle dem Vorstand und damit natürlich auch Ihnen, Frau Lunacek, dass ihre Entscheidung anders ausgefallen wäre, wenn J.V. weniger populär wäre; sie haben vor nichts mehr Angst als vor den Wählern, die selber entscheiden möchten, wer sie vertritt.

Was mich weiters extrem irritiert, ist die defensive, manchmal an Zensur erinnernde Art, wie mit den Reaktionen der Basis umgegangen wird. Ich würde mir z.B. erwarten, dass sie umgehend klar stellen, ob die Behauptung von Herrn Mölzer zutrifft! Denn wenn das so wäre, würde die Optik ja noch schiefer werden, als sie ohnehin schon ist. Stattdessen gehen sie zum Tagesgeschäft über und tun so, als wären ihre Wähler trotzige Kleinkinder.

Bitte treten Sie zurück. Ich werde die Grünen mit Sicherheit nicht mehr wählen, solange ich einen solchen Stil mitwählen müsste.

Fuchs

Oho, Voggenhuber hat seine Meinung um 180 Grad gedreht, etc.?

Na na, wer hat sich denn am 28. September 2008 für eine (max.) fünfjährige Legislaturperiode in den Nationalrat wählen lassen? Und wer täuschte seine WählerInnen, als er, äh sie bereits zwei Monate später auf der EU-Wahlliste auftauchte, und somit den Nationalrat verlässt?

Wer war das, Fr. Lunacek?

Und Fr. Sburny, LOL. Aufgrund ihrer Persönlichkeit auf unwählbare Stelle zurückgereiht, bestimnmt sie jetzt über das Geschick der Partei. Genial.

Koenig

Ich bin ein typischer Wechselwähler und für mich sind die Grünen natürlich immer ein Thema.
Aber diese Vorgangsweise, so wie ihr eurer Demokratieverständnis umsetzt, da sehe ich ehrlich gesagt keinen Unterschied zu den 'etablierten' Parteien und daher auch kein Bedürfnis die Grünen in diesem Zustand zu wählen.
Ich fürchte das Grüne Projekt ist tot oder bestenfalls sehr krank und müsste repariert werden.

falke

Sehr geehrte Frau Lunacek,

selbst hier im Forum gibt es keine einzige positive Rückmeldung über das, was da mit Voggenhuber passiert ist. Ich frage mich wirklich, wie ernst sie den Wähler wirklich nehmen, wenn Sie nun von Gesprächen mit einigen wenigen auf einem Markt und auf einem Ball ausgehen und das nun den Diskussionen hier im Internet gegenüberstellen, wo nach vorsichtigen Schätzungen Hunderte, wenn nicht tausende teilgenommen haben.

Dass Sie nun sagen, Sie hätten ja bei der Sitzung im erweiterten Bundesvorstand gar nicht mitgestimmt, empfinde ich als ein sich aus der Verantwortung stehlen wollen. Wenn Ihnen der grüne Wählerwille wichtig gewesen wäre, hätten sie trotzdem wie Pilz und Chorherr und viele andere Prominente Grüne für eine Kandidatur von Voggenhuber am letzten Platz öffentlich das Wort ergreifen können.

Es wäre für das Abschneiden der Grünen zweifelsohne besser gewesen, die Kehrtwendung von Voggenhuber in der Frage doch noch auf einem hinteren Platz zu kandidieren richtig oder falsch war, dem Wähler zu überlassen.

Ich habe jedenfalls von mir aus diesem arroganten Verhalten des erweiterten Bundeskongesses gegenüber den Wähler meine Konsequenzen gezogen. Meine Stimme bekommen weder, Sie Frau Lunacek, noch eine Partei, die sich von ihrem Grundsatz Basisdemokratie entfernt hat.

martin reitbauer

ich bin nun ebenfalls zensuriert worden, meine kommentare sind nicht mehr hier. es wird immer schlimmer.

martin reitbauer

Ulrike Lunacek

immer mit der ruhe, herr reitbauer: hier wird nichts zensuriert. schauen sie nach unter "ordnungsruf für 'fpö fördert rassismus'".

komakind

bleibt nur zu hoffen, dass die inhalte der grünen- trotz dem momentanen überwiegen der diskussion personeller entscheidungen- nicht ganz verloren gehen...

Toni Kuzmić

Hier kann man/frau über Voggi und Glawi abstimmen.

http://gruenekonter.blogspot.com/

Ulrike du könntest den Geniestreich vollziehen.
Sag einfach du hättest gern Voggi auf dem letzten Listenplatz.
Salzburg könnte ihn noch nominieren.

Alfonso

Es ist einfach ein Wahnsinn, was ihr da aufgeführt habt. Viele Menschen in diesem Land arbeiten sehr viel für die Grüne Bewegung.
Dann kommt ihr daher und startet euern Privatfeldzug - ohne Rücksicht auf Verluste.
Egal ob Johannes - oder nicht. Die Auswirkungen eures Verhaltens sind ein Wahnsinn, wenn man die Blogs liest, den Leuten zuhört, Die Artikel liest.

hans ebner

s. g. frau lunacek!

warum ist es ein "wagnis" sich mit ihnen zu treffen und überzeugen zu lassen???

PeterPanVienna

Es ist wie in den modernen Ehen und Beziehungen: immer sind es diese "uneinsichtigen" Männer, die schuld daran sind, wenn diese scheitern. "Mindestmaß an Vertrauen" blablabla.
Die wirkliche Begründung schieben sie dann hinterher: ein anderer war der Grund, in diesem Fall ein anderer Politstil bzw. eine Neuausrichtung links in der Europapolitik der österreichischen Grünen.

Vielleicht ist es ja nur ein Zufall, aber der Stil erinnert mich sehr daran, wie frau ihre Machtansprüche durchzusetzen pflegen. Wie ich es schon auf derstandard.at gesagt habe, ich gratuliere zur Gründung der ersten Frauenpartei Österreichs. Viel Glück!

Harald Umweltschützer

S.g. Frau Lunacek,
die vorzugsstimmen gibz immer noch der Wähler ab! und wenn er das nicht darf bzw. daran gehindert wird (a la Nordkorea), dann kann er wenigstens seine reguläre Stimme noch abgeben. MfG

Ben Hemmens

Ich befürchte, dass beim EBV einiges durcheinandergeraten ist.

Die Solidarität, die von Voggenhuber offenbar erwartet wurde, hätte sich offenbar als Garantie, dass er nicht gewählt werde, ausgedrückt.

Kein/e andere/r SolidaritätskandidatIn muss eine solche Garantie geben, noch wird irgendwer dafür vor den EBv zitiert und auf die "böse" Absicht abgeklopft, im Falle des Falles gewählt zu werden. Und eigentlich - und jetzt wird's ernst - ist der Status von sogenannten "Solidaritätskandidaturen", soweit ich weiss, durch keinerlei Stauten oder Gesetze geregelt.

Wessen Name auf einer als Wahlvorschlag eingereichter Liste steht, kandidiert rechtsgültig, und wenn er oder sie gewählt wird, gehört ihm oder ihr - persönlich - das entsprechende Mandat; das gilt für alle "Solikandidaturen" wie auch für die anderen - wie sollen wir sie nennen? - "ernst gemeinte Kandidaturen"?.

So, offenbar hat der EBV versucht, von Voggenhuber eine Zusicherung zu bekommen, die rechtlich keinerlei Wirksamkeit gehabt hätte. Solche zwielichtigen Nebenvereinbarungen und Geheimverträge machen andere Parteien, etwa die ÖVP Graz mit ihrer verschärften Vorzugsstimmen-Regelung bei der letzten Gemeinderatswahl. Aber als Grüner ist mir alles andere als wohl, wenn jemand solche Spielchen neben und abseits der gesetzlich festgelegten Wahlordnung versucht.

Es gibt für mich zwei Möglichkeiten zur Reparatur: entweder der EBV entschuldigt sich für diesen Versuch, einen möglichen Kandidaten in seinem Verhalten sittenwidriger Weise zu binden, oder wir beenden die Praxis der sogenannten Solidaritätskandidaturen aber jetzt für alle Wahlen. Ehrlich gesagt, halte ich das Konzept einer Kandidatur ohne Bereitschaft, für sich zu werben oder ein Mandat anzunehmen, sowieso als Bagatellisierung des in einer Demokratie durchaus gewichtigen und ernsten Vorgangs, sich als möglichen VolksvertreterIn anzubieten.

Es gäbe genügend andere Wege, wie Menschen sich öffentlich zur Wahlzeit listenweise als UnterstützerInnen einer Partei bekennen und bekannt machen können.

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