Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf, strammer Deutschnationaler, hält Kritik anscheinend schwer aus: Nach Van der Bellens Forderung nach seinem Rücktritt wegen der "Nazidreck"-Bestellungen durch zwei seiner Mitarbeiter in der heutigen NR-Sitzung verpasste er mir für die Aussage, die "FPÖ fördert Rassismus" einen Ordnungsruf. Ehrlich gesagt: Das ehrt mich. Er hält die Wahrheit nicht aus. Die Aussage ist weder falsch (ich erinnere an einschlägige blaue Wahlplakate und Aussagen von MandatarInnen wie der jetzigen NRAbg. Winter) noch steht sie in der Liste der Ausdrücke wie "Lüge", bei denen einen Ordnungsruf erteilt wird. So betrachtet hat Graf hier eindeutig einen politischen Angriff auf seine Partei mit einem Ordnungsruf versehen - wohl wissend, dass dies nicht in die Kategorie Ordnungsruf fällt. Soll mir recht sein. Denn ich weiß: Ich habe Recht.


da geb ich ihnen recht!
Kommentiert von: komakind | 21. Januar 09 um 22:31 Uhr
ganz richtig!
beim Ordnungsruf fangts an und was ist wenn da mal ein FP Innenminister sitzt....
danke fuer deinen Einsatz!
Kommentiert von: martin | 22. Januar 09 um 14:48 Uhr
Leider sind in Österreich rechtsradikale Perversionen - Graf als 3 NR-Präsident ist da leider nur eines von vielen Beispielen - mittlerweile eine salonfähige Selbstverständlichkeit.
Dieses Beispiel zeigt nur einmal mehr, dass es schlecht steht um dieses Land.
Kommentiert von: Markus | 22. Januar 09 um 15:02 Uhr
ich weiss, dass sie noch am wenigsten dafür können, aber wie können die grünen so realitätsfremd sein und so eine insidersuppe (die sich nicht mit voggenhuber verstehen und ihn deswegen weiter haben wollen) und sich zuerst bei der wahl und dann heute bei der ablehnung seiner kandidatur derart ins knie schiessen?
für mich der grund ERSTMALS seit bestehen der grünen bei den europawahlen nicht grün zu wählen. tut mir leid.
zuerst angeblich immer für basisdemokratie zu sein und dann ausgerechnet die wählerstimmen zu fürchten und das wohlfühlen der eigenen funktionäre als wichtiger zu nehmen.
welch furchtbares signal. ich bin masslos enttäuscht vom grünen demokratieverständnis.
Kommentiert von: martin reitbauer | 30. Januar 09 um 19:53 Uhr
Voggenhuber nicht am letzten Platz kandidieren zu lassen war ein Affront und eine Entmündigung der Wähler. Mich ärgert das derart dass ich erwäge, trotz fehlender Alternativen zum ersten Mal seit Bestehen der Grünen nicht grün zu wählen.
Voggenhuber mag manchmal unangenehme Wahrheiten ausgesprochen haben, aber es waren fast immer Wahrheiten. Und bis jetzt habe ich von ihm um Welten mehr Kompetenz und Sachverstand, sowie Energie etwas zu bewegen gesehen als von vielen anderen grünen FunktionärInnen, die jetzt die beleidigte Leberwurst raushängen lassen.
Falls die Grünen auch nur das geringste Interesse haben, was die Wähler der Grünen über diese Vorgänge denken, sollten sie sich mal umhören um zu Erkennen welchen Schaden dieses Machtspiel angerichtet hat.
Verärgert, wie viele: Guten Tag.
Kommentiert von: RH | 01. Februar 09 um 02:32 Uhr
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Kommentiert von: EarlineDUNCAN18 | 26. Dezember 11 um 04:38 Uhr