Es wäre zu schön gewesen, wenn die Freude über den klaren Wahlsieg Obamas zumindest in den ersten Tagen ungetrübt geblieben wäre. Aber die Entscheidung einer knappen Mehrheit in Kalifornien, die Ehe für Lesben und Schwule wieder zu verbieten, ist ein schwerer Rückschlag für die Gleichstellungsbemühungen - noch dazu wo Obama in seiner Siegesrede unter grossem Applaus davon sprach, dass zum "united America" - also dem "geeinten Amerika" - "gays" (also Lesben und Schwule) genauso gehören wie "straights" (also Heterosexuelle). Nicht nur ein Wermutstropfen, ein ganzer Becher voller Wermut ist die Entscheidung in Kalifornien (und auch Arizona und Florida), die rein heterosexuelle Ehe in die jeweiligen Verfassungen zu schreiben. Die Hoffnung bleibt, dass Obama's "Yes, we can" auch hier gelten wird: Denn über die Gerichte müsste es jenen lesbischen und schwulen Paaren, die noch heiraten wollen, wohl gelingen, über den Gleichheitsgrundsatz diese Entscheidung auszuhebeln: Die bisher in Kalifornien verheirateten 18.000 lesbischen und schwulen Paare dürfen nämlich verheiratet bleiben... Wenn das keine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes ist, was dann???


grüße an lunatic.at
Kommentiert von: augustin | 27. März 09 um 19:58 Uhr